Welcher Saugroboter kann Stufen überwinden?

Das Thema Stufen ist die „letzte Grenze“ für Saugroboter. Während moderne Geräte mühelos unter Sofas fahren und Teppiche erkennen, stellt eine echte Treppenstufe für fast alle Modelle ein unüberwindbares Hindernis dar.

Hier ist der aktuelle Stand der Technik und worauf du achten musst, wenn deine Wohnung viele Absätze hat.


1. Die harte Realität: Echte Treppen

Stand heute gibt es keinen kommerziell erfolgreichen Saugroboter, der Treppen steigen kann.

Zwar gibt es Prototypen (wie den Miko Shaker oder Konzepte mit Teleskopbeinen), diese sind aber entweder extrem teuer, langsam oder noch nicht marktreif.

Die Lösung für Häuser mit mehreren Stockwerken:

  • Multi-Kartierung: Die meisten Oberklasse-Modelle (z. B. von Roborock, Dreame oder Ecovacs) können Karten für mehrere Etagen speichern. Du musst den Roboter lediglich händisch nach oben tragen und den Reinigungsvorgang starten.

  • Zweitgerät: Viele Nutzer kaufen für jedes Stockwerk einen eigenen, günstigeren Roboter.


2. Was Saugroboter WIRKLICH können: Türschwellen

Wenn wir von „Stufen überwinden“ sprechen, meinen wir im Alltag meist Türschwellen oder dicke Teppichkanten. Hier gibt es deutliche Unterschiede in der Kletterleistung.

Die magische Grenze: 2 Zentimeter

Die Faustregel in der Branche lautet: 20 mm (2 cm). Fast alle gängigen Saugroboter schaffen Schwellen bis zu dieser Höhe. Alles, was darüber liegt, wird von den Sensoren meist als „Wand“ erkannt.

Top-Modelle mit guter Kletterfähigkeit:

  • Roborock S8 / Qrevo Serie: Bekannt für ein sehr robustes Fahrwerk, das die 2-cm-Marke zuverlässig knackt.

  • Dreame L20 Ultra / X40 Master: Diese Geräte verfügen über eine fortschrittliche Anhebung der Bürsten und Mops, was beim Überwinden von Kanten hilft.

  • Ecovacs Deebot T30 Serie: Diese Modelle haben oft spezielle „Threshold-Kletter-Modi“, die es ihnen erlauben, Schwellen etwas aggressiver anzufahren.


3. Tricks für höhere Hindernisse (über 2 cm)

Wenn deine Türschwellen 2,5 cm oder 3 cm hoch sind, wird selbst der beste Roboter scheitern. Du hast jedoch zwei Möglichkeiten:

  • Türschwellenrampen: Es gibt spezielle flache Gummirampen (oft in Holzoptik), die du vor die Schwelle klebst. Damit überwindet der Roboter auch 3-4 cm problemlos.

  • Zusatz-Module: Manche Hersteller bieten spezielle Räder oder Software-Updates an, um das Kletterverhalten zu optimieren (z. B. das diagonale Anfahren von Hindernissen).


4. Worauf du beim Kauf achten solltest

Die Bauform

  • Reifenprofil: Achte auf große, gummierte Antriebsräder mit tiefem Profil. Diese haben auf glatten Schwellen mehr Grip.

  • Bodenfreiheit: Ein Saugroboter mit sehr flacher Bauweise (um unter Möbel zu kommen) bleibt paradoxerweise eher an Schwellen hängen, da der „Bauch“ aufsetzt.

Die Sensoren (Absturzsicherung)

Alle modernen Roboter haben Infrarot-Absturzsensoren. Das bedeutet:

  • Sie fallen keine Treppen hinunter.

  • Problem: Auf sehr dunklen (schwarzen) Böden oder Teppichen denken die Sensoren manchmal, es handele sich um einen Abgrund, und der Roboter verweigert den Dienst.


Fazit: Welcher ist der Beste?

Wenn du viele Schwellen hast, ist ein Modell von Roborock (z. B. S8 Pro Ultra) oder Dreame (z. B. L20 Ultra) aktuell die sicherste Wahl, da diese Geräte die stabilsten Klettereigenschaften bis 2 cm besitzen. Für alles, was höher ist, solltest du über kleine Rampen nachdenken.

Soll ich dir helfen, für eine bestimmte Schwellenhöhe in deiner Wohnung eine passende Rampe oder ein spezifisches Robotermodell zu finden?